EU-Osterweiterung Handwerk

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Die Erweiterung der Europäischen Union um insgesamt zehn Staaten aus Mittel- und Osteuropa zum 01. Mai 2004 bzw. zum 01. Januar 2007 stellt eines der markantesten Ereignisse in der Geschichte der EU dar. Der Grund hierfür liegt nicht nur darin, dass der Wirtschaftsraum der Europäischen Union hierdurch erheblich erweitert worden ist, sondern dass zum ersten Mal auch Staaten in die EU integriert werden mussten, die als Transformationsökonomien noch die Folgelasten ihrer kommunistischen Vergangenheit tragen. Im deutschen Handwerk wurde dieser Integration mit einer relativ großen Besorgnis entgegen gesehen. Der Grund hierfür lag zum einen darin, dass die neuen Beitrittsländer ein erhebliches niedrigeres Lohn- und Preisniveau aufweisen und daher eine erhebliche Konkurrenz für das arbeitsintensive Handwerk darstellen. Diese erscheint zum anderen deshalb als besonders bedrohlich, weil die Entfernung zu den neuen Mitgliedsstaaten relativ gering und nicht vergleichbar ist mit der Entfernung zu Portugal oder zu Griechenland in den früheren Erweiterungsrunden, die damals ähnlich hohe Unterschiede im Lohn- und Preisniveau aufwiesen. Insofern fürchtete das Handwerk eine verstärkte Zuwanderung polnischer Arbeitskräfte nach dem Beitritt, zumal sich Anfang der 90er Jahre in Deutschland durch viele polnische Zuwanderer bereits eine größere polnische Community gebildet hatte. Zwar wurde auch auf die neuen Absatzgebiete in Folge der EU-Erweiterung hingewiesen, dies war für das Handwerk jedoch nur begrenzt eine Beruhigung, weil die Betriebe dieses Wirtschaftsbereiches noch immer primär lokal und regional orientiert sind. Vor diesem Hintergrund begrüßte das Handwerk, dass es in den Beitrittsverhandlungen zu der umstrittenen Regelung kam, die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Personen aus den neuen Beitrittsstaaten aus Mittel- und Osteuropa noch auf maximal sieben Jahre einzuschränken. Eine ähnliche Einschränkung wurde auch für die Dienstleistungsfreiheit in bestimmten Sektoren, die für das Handwerk von erheblicher Bedeutung sind, wie vor allem das Baugewerbe und die Gebäudereinigung vereinbart. Etwa dreieinhalb Jahre nach der erfolgten Erweiterung der EU und ein Jahr nach dem zusätzlichen Beitritt von Bulgarien und Rumänien wird in dieser Publikation erstmals eine Bestandsaufnahme und Bewertung der Osterweiterung mit speziellem Blickwinkel auf das Handwerk versucht. Die einzelnen Beiträge beleuchten die EU-Osterweitung unter verschiedenen Aspekten. Vorab werden in dem Beitrag von Klaus Müller zum ersten Mal empirische Daten zu den Auswirkungen der EU-Osterweiterung vorgestellt. Diese beruhen auf einer breit angelegten Unternehmensbefragung und einer Auswertung der organisationseigenen Statistik. Der Beitrag von Patricia Schläger-Zirlik stellt die Ergebnisse eines größeren Projektes vor, in dem die grenzüberschreitenden Unternehmensaktivitäten in den Grenzregionen Bayerns und der Tschechischen Republik untersucht wurden. In dieser Region finden sicher die intensivsten Kontakte zu einem der neuen Beitrittsstaaten statt. Dies stellt Ludwig Rechenmacher in seinem Beitrag heraus. Ein Blick über die Grenzen wirft Roald Steiner, in dem er die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf Österreich am Beispiel Wiens analysiert. Die Osterweiterung wurde Anfang 2007 durch den Beitritt Rumäniens und Bulgariens fortgesetzt. Evelina Parvanova stellt aus diesem Kontext heraus das Handwerk in Bulgarien vor und erläutert die Chancen einer Zusammenarbeit. Bei den Diskussionen über die EU-Erweiterung wird oft das Argument vertreten, dass durch eine Produktionsverlagerung in die neuen Mitgliedsstaaten viele Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen. Christof Römer untersucht diese These und kommt zu dem Ergebnis, dass dies bislang nur in einem geringen Umfang der Fall ist. Um den Handwerksunternehmen den Einstieg auf den tschechischen Markt zu erleichtern, wurden von Bayern Handwerk International mit Unterstützung des bayerischen Wirtschaftsministeriums verschiedene Marktuntersuchungen durchgeführt. Hermann Schmidberger gibt in seinem Beitrag einen Überblick über diese Studien. Auf eine einzelne dieser Studien, nämlich diejenige über die handwerklichen Gesundheitsdienstleistungen in Tschechien, geht daraufhin Rainer Beck ein und analysiert, inwieweit deutsche Handwerksbetriebe in diesem Segment Chancen haben, auf den tschechischen Markt Fuß zu fassen. Die einzelnen Beiträge wurden für ein Wirtschaftswissenschaftliches Seminar erstellt, welches vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen im Oktober 2007 für die Unternehmensberater des Handwerks speziell aus dem Außenwirtschaftsbereich in Bayreuth durchgeführt worden ist. Dem qualifizierten Autorenkreis sowie der gastgebenden Handwerkskammer für Oberfranken sei an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich für ihr Engagement gedankt. Aus dem Inhalt Klaus Müller Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf das deutsche Handwerk im Spiegel erster empirischer Erhebungen Patricia Schläger-Zirlik Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten in den Grenzregionen Bayerns und der Tschechischen Republik Ludwig Rechenmacher Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf die Grenzregion Niederbayern-Oberpfalz Roald Steiner Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf Österreich am Beispiel Wiens Evelina Parvanova Chancen für das Handwerk in Bulgarien Christof Römer Offshoring - Wie viele Jobs gehen in neuen Mitgliedsstaaten der EU? Auslandsinvstitionen, Produktionsverlagerung und Arbeitsplatzeffekte Hermann Schmidberger Handwerksrelevante Märkte in der Tschechischen Republik Rainer Beck Handwerkliche Gesundheitsdienstleistungen in Tschechien Anhang A1 Programm Wirtschaftswissenschaftliches Seminar A2 Literaturliste: Neue Beitrittsländer der EU (seit 2004)
ISBN
9783936617801
Vorm
Paperback
Uitgever
Van Ditmar Boekenimport B.V.
Druk
1e
Verschenen
01-01-2008
Taal
Duits
Pagina's
186 pp.
Genre
Technische wetenschappen
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